Die Generalversammlung des von der Gründerfamilie Hayek kontrollierten Unternehmens lehnte am Dienstag Woods Antrag auf einen Sitz in dem Strategie- und Aufsichtsgremium ab, wie der für seine Plastikuhren bekannte Konzern aus Biel mitteilte. Doch Wood will nicht aufgeben. «Wir scheinen im Aufwind zu sein», sagte Wood zu Journalisten.
Er erwäge, eine einstweilige Verfügung zu beantragen, um künftige Entscheidungen des Verwaltungsrates ausser Kraft zu setzen. Zur Swatch Group gehören auch Luxusuhren-Marken wie Omega, Breguet und Blancpain.
Für Wood sprachen sich auf der virtuell ohne Anwesenheit der Aktionäre stattfindenden Versammlung 19,2 Prozent der Eigner aus. Den Ausschlag gegen ihn gab die Familie Hayek, die rund ein Viertel des Kapitals hält, dank einer zweistufigen Kapitalstruktur aber über 40 Prozent der Stimmrechte. Woods Firma GreenWood hält rund 0,5 Prozent an Swatch.
Er wollte sich als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat wählen lassen. Von den Inhaberaktionären sprachen sich rund 80 Prozent für Wood aus, der damit den Kandidaten der Hayeks, Andreas Rickenbacher, überflügelte. Das reichte angesichts der Namenaktien der Hayeks aber nicht, um tatsächlich in das Gremium gewählt zu werden. Die Familie hält Wood für das Amt für ungeeignet. «Dies ist nach 2025 bereits die zweite Niederlage in Folge für Herrn Steven Wood», erklärte der Konzern.
Viele Anleger sind unzufrieden mit der Unternehmensführung von Swatch. Dessen Aktien haben sich schlechter entwickelt als die von Wettbewerbern, zudem belastete die schwache Nachfrage in wichtigen Märkten wie China das Ergebnis.
Wood legte im November eine Liste mit sechs Vorschlägen zur Anpassung der Statuten des Konzerns vor. So sollen die Inhaberaktionäre unter anderem drei Vertreter in den Swatch-Verwaltungsrat wählen können. Die Vorschläge wurden von den Aktionären am Dienstag abgelehnt.
(Reuters)

