Dies sagte Nick Hayek in einem Interview mit den CH-Media Zeitungen am Donnerstag. Den Umsatzrückgang 2025 erklärt der Uhrenpatron zum grössten Teil mit Währungseffekten. 308 Millionen der 450 Millionen Franken, um die der Umsatz des Swatch-Konzerns gesunken sei, habe Swatch dem "extrem überbewerteten Schweizer Franken" zu verdanken. 

Im Vergleich zu den Zahlen der Swatch Group von 2014 bei heutigen Wechselkursen fehlten Swatch 1,4 Milliarden Franken - "allein wegen des Wechselkurses". Allein im Januar 2026 betrage die Währungserosion, verglichen mit dem Januar des letzten Jahres, über 60 Millionen Schweizer Franken. "Dies trotz Preisanpassungen während der letzten 12 Monate."

Der Schweizer Franken habe sich über alle Währungen hinweg, nicht nur beim Dollar, massiv verstärkt. Und diese massive Aufwertung mache vielen Schweizer KMU zu schaffen. "Vielen bleibt nichts anderes übrig, als ins Ausland auszuweichen, obwohl sie das gar nicht wollen", sagt Hayek. 

Hayek: SNB soll Präsenz zeigen

Er erwarte nichts vom Staat. "Aber es sträubt mir die Haare, zu konstatieren, wie sprachlos und teilnahmslos die offizielle Schweiz und vor allem die SNB diese Situation hinzunehmen scheinen." Die SNB solle Stärke zeigen und anerkennen, dass so eine extreme Überbewertung des Frankens der Schweiz schade.

Die Rolle der SNB gehe aber seit August völlig unter. "Die ganze Schweiz spricht nur noch über die US-Zölle. Alle sind darauf fixiert, als wären sie das Schlimmste, was uns widerfahren konnte." Die Zölle, (zuerst 39 und jetzt noch 15 Prozent) seien heftig. "Aber heftiger und langfristig schädlicher ist der total überbewertete Schweizer Franken gegenüber allen Währungen."

Das Problem sieht Hayek darin, dass nach dem Zollhammer vom 1. August, "konkret am 29. September 2025 - und das wurde hier kaum zur Kenntnis genommen" das amerikanische Treasury, das Schweizer Finanzdepartement und die SNB in den USA zusammen gekommen seien, und ein "non-binding Agreement" abgeschlossen hätten, keine Währungsmanipulation vorzunehmen. Damit hätten sie wohl verhindern wollen, dass die Schweiz auf einer schwarzen Liste der USA von Wechselkurs-Manipulatoren lande, wo "eigentlich ganz an der Spitze die USA mit ihrem Dollar sein sollten", sagt Hayek.

Die grösste Absurdität sei dabei, dass die Schweizer Regierung die Schweizer Industrie aktiv auffordere, mehr in den USA zu investieren, in der Hoffnung, die Zölle so herunterzubringen. Aber die grössere Bedrohung für unsere Industriedurch den so stark überbewertete Franken scheine die Regierung nicht zu sehen, betont Hayek.