Bei seinen Bemühungen um einen Umbau des Swatch Group-Verwaltungsrates erhält der US-Investor Steven Wood ‌Rückendeckung ⁠von einem prominenten Stimmrechtsberater. Institutional Shareholder Services (ISS) sprach sich einer ⁠am Samstag verfügbaren Mitteilung zufolge dafür aus, Wood in den Verwaltungsrat ‌des Uhrenkonzerns zu wählen.

«Angesichts der Mängel ‌in der Unternehmensführung und des ​klaren Bedarfs an einer unabhängigeren, externen Perspektive im Verwaltungsrat ist die Unterstützung des Gegenkandidaten insgesamt gerechtfertigt», so ISS. «Eine Stimme für diesen Kandidaten stellt einen konstruktiven Schritt dar, ‌um die Kontrolle zu verbessern und das Vertrauen der Anleger wieder aufzubauen.»

Der Swatch-Verwaltungsrat lehnt Wood Angaben von Anfang April zufolge ​ab. Wood habe weder einen Bezug zu ​noch Erfahrung in der schweizerischen ​Industrie, lautete eines der Argumente. Woods GreenWood Investors kommt auf rund ‌0,5 Prozent der Stimmrechte. Die Swatch-Gründerfamilie Hayek und nahestehende Kreise kontrollieren dem Geschäftsbericht zufolge 44,5 Prozent.

Familienmitglieder besetzen im Konzern ​eine ​Reihe von Schlüsselpositionen, darunter ⁠den Posten des Konzernchefs und das Verwaltungsratspräsidium. «Obwohl ​der Gegenkandidat keine einschlägige ⁠Erfahrung in der Uhrenindustrie vorweisen kann, würde er ‌die Perspektive eines unabhängigen Aktionärs einbringen», so ISS. Dies sei in der jetzigen Phase wichtig, ‌der Verwaltungsrat brauche eine unabhängige Stimme, um ​dem Einfluss der Gründerfamilie entgegenzuwirken.

(Reuters)