Der Konzerngewinn erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres um 9 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Dazu trug auch ein weiterhin «solides» Anlageergebnis in einem volatilen Marktumfeld bei, wie es heisst. Der Versicherungsumsatz der Gruppe ging dagegen auf 20,3 Milliarden Dollar zurück nach 20,9 Milliarden im Vorjahr. Mit diesen Ergebnissen ist Swiss Re gut auf Kurs, sein Gewinnziel für das Gesamtjahr zu erreichen.
Der Markt quittierte diese Resultate mit anfänglichen Abgaben. Im frühen Handel gaben die Swiss-Re-Titel um bis zu 2,3 Prozent auf 133,10 Franken nach. Bis Mittag egalisierten sie diese Verluste und notierten zuletzt bei 136,75 Franken mit 0,4 Prozent im Plus.
Die Resultate unterstrichen die Stärke der diversifizierten Gruppe, erklärte CEO Andreas Berger in der Mitteilung. Gleichzeitig erhöht der Rückversicherer sein Sparziel: Neu strebt er bis 2028 eine Senkung der Betriebskosten von 500 Millionen Dollar an, nach bisher 300 Millionen Dollar bis 2027.
In der wichtigsten Sparte, der Sach- und Haftpflichtrückversicherung (P&C Re), verbesserte sich der Schaden-Kosten-Satz im Halbjahr deutlich auf 76,7 Prozent von 81,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im Lebengeschäft (L&H Re) erzielte der Rückversicherer derweil in den ersten sechs Monaten 2026 einen Gewinn von 1,05 Milliarde Dollar (VJ 839 Millionen).
Der Konzern hat mit seinem Resultat die Prognosen der Analysten übertroffen. Diese hatten den Konzerngewinn im Halbjahr im Schnitt (AWP-Konsens) bei 2,72 Milliarden Dollar gesehen.
Mit den Resultaten sieht sich Swiss Re gut unterwegs zur Erreichung seiner Jahresziele. Für 2026 will der Rückversicherer einen Gewinn von «mindestens 4,5 Milliarden Dollar» erreichen. Gleichzeitig bleibe der Konzern angesichts des nahenden
Höhepunkts der Hurrikansaison wachsam, heisst es.
(AWP)
