Der Nettogewinn kletterte ‌um 47 Prozent auf ‌4,8 Milliarden Dollar, ​wie Swiss Re am Freitag mitteilte. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Gewinn von ‌4,7 Milliarden Dollar gerechnet.  Damit lag der Gewinn deutlich über dem Vorjahreswert von 3,2 Milliarden, der allerdings noch von hohen Rückstellungen für das US-Haftpflichtgeschäft belastet war.

Swiss Re schlägt eine Erhöhung der Dividende um neun Prozent ​auf 8,0 Dollar je Aktie ​vor und will ​2026 eigene Aktien im Wert von bis zu ‌1,5 Milliarden Dollar zurückkaufen.

Zudem peilt das Unternehmen aus Zürich im laufenden Jahr einen ​Gewinn ​von 4,5 ⁠Milliarden Dollar an. Rivale ​Münchener Rück rechnet im ⁠laufenden Jahr mit einem Gewinn ‌von 6,3 Milliarden Euro, 200 Millionen mehr als 2025.

An der Schweizer Börse legen die Aktien von Swiss Re am Freitag nach Handelseröffnung 4,5 Prozent zu. Damit sind die Titel gefragter als der Gesamtmarkt. Der SMI steht 0,6 Prozent höher.  Auch in den vergangenen Tagen waren Swiss Re an der Börse gefragt gewesen. Seit letzter Woche haben sie um 2,5 Prozent zugelegt.

Swiss Re habe ein gutes Schlussquartal hingelegt und mit dem Gewinn die Erwartungen übertroffen, schreibt Ben Cohen von RBC in seiner Ersteinschätzung. Im Fokus stehe für die Anlegerinnen und Anleger aber der "ausserordentliche" Aktienrückkauf im Umfang von 1 Milliarde Dollar. Ursprünglich hatte Swiss Re für 2026 einen Rückkauf von 500 Millionen in Aussicht gestellt, nun sind es insgesamt 1,5 Milliarden.

Der Rückversicherer habe auch aufgrund der geringen Grossschadenlast gute und über den Erwartungen liegende Gewinne erzielt und werde höher als erwartete Aktienrückkäufe tätigen, hält ZKB-Analyst Georg Marti fest. Allerdings weise die Lebens- und Krankenrückversicherung (L&H Re) infolge von Reservenverstärkungen einen tiefer als ursprünglich in Aussicht gestellten Gewinn auf.

Auch Matteo Lindauer von der Bank Vontobel hebt den zusätzlichen Aktienrückkauf als "positive Überraschung" hervor, während auch die Dividende höher als erwartet ausfalle. Dabei habe Swiss Re im Jahr 2025 mit einem Rekordgewinn überzeugt, was vor allem dem disziplinierten Underwriting und den geringen Belastungen aus Naturkatastrophen zuzuschreiben sei. Positiv ins Gewicht falle auch der Abschluss der Portfolio-Überprüfung in der Lebens- und Krankenrückversicherung (L&H Re).

Swiss Re habe ein sehr gutes Schlussquartal hingelegt und mit dem Gewinn die Erwartungen übertroffen, schreibt Ben Cohen von RBC in seiner Ersteinschätzung. Im Fokus stehe aber der «ausserordentliche» Aktienrückkauf im Umfang von 1 Milliarde Dollar. Ursprünglich hatte Swiss Re für 2026 einen Rückkauf von 500 Millionen in Aussicht gestellt, nun sind es insgesamt 1,5 Milliarden.

(Reuters/AWP)