Die Swisscom-Papiere notieren um 11.15 Uhr 1,0 Prozent tiefer bei 666,50 Franken. Der SMI zieht gleichzeitig um 0,2 Prozent an.

Die Aktie hatte seit Monaten eine markante Aufwärtstendenz, was am Vortag in ein neues Mehrjahreshoch bei 674 Franken gipfelte. Sie notierte so hoch wie nie mehr seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000.

Die Swisscom hat mit den am Morgen publizierten Zahlen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz gut erfüllt, bei der Profitabilität aber knapp verfehlt. «Deshalb sind die moderaten Gewinnmitnahmen keine Überraschung», meint ein Börsianer.

Dies gelte umso mehr, weil auch die Umsatz- und Gewinnziele 2026 im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Die Guidance entspreche mehr oder weniger dem Konsens, heisst es in einem Kommentar von Barclays.

Bei der angepeilten Anhebung der Dividende für das laufende Jahr gehen die Meinungen hingegen auseinander. Manche Analysten hatten diese erwartet, für andere ist diese immerhin eine leicht positive Überraschung.

Zu letzteren zählen die UBS-Analysten. Die Anhebung unterstreiche das Vertrauen des Managements in die Guidance. In diesem Zusammenhang deute auch die angepeilte leichte Verbesserung beim Free Cash Flow auf gute Fortschritte bei der Integration von Vodafone Italia hin.

Komplett anders sieht dies ZKB-Analyst Christian Bader. Er geht davon aus, dass der Free Cash Flow «durch die anhaltende Erosion» der Telekommunikationsdiensten in der Schweiz weiter unter Druck geraten werde. Nach der Dividendenzahlung sei somit nur ein «minimaler Schuldenabbau» möglich. Alles in allem schreibt er von einem Resultat mit einer tiefen Ergebnisqualität. Er bleibt daher bei seinem Rating «Untergewichten».

(AWP)