Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei er mit den Quartalsergebnissen zufrieden, sagte Firmenchef Oliver Steil am Mittwoch. Die abgerechneten Konzernumsätze (Billings) des Softwarehauses seien von Juli bis September um 15 Prozent auf 144,6 Millionen Euro gestiegen, das Enterprise-Geschäft habe um 47 Prozent auf 26,7 Millionen Euro zugelegt. Dadurch sei der bereinigte operative Gewinn um 42 Prozent auf insgesamt 60,1 Millionen Euro geklettert. Die Marge habe sich um acht Prozentpunkte auf 42 Prozent verbessert.

Auf dieser Basis bekräftigte der Spezialist für Computer-Fernwartung sein Ziel abgerechneter Umsätze am unteren Ende der Spanne von 630 bis 650 Millionen Euro. Analysten hatten für das abgelaufene Quartal Erlöse von 143,23 Millionen Euro und einen operativen Gewinn von 57,63 Millionen Euro erwartet. An der Börse schossen die Aktien um fast 18 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 11,47 Euro nach oben. Sie steuerten damit auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu.

Finanzchef Michael Wilkens wies auf den Abbau von Schulden in Höhe von 286 Millionen Euro hin. Dadurch werde die finanzielle Belastung durch steigende Zinsen reduziert. Parallel dazu sei die gesamte verbleibende Verschuldung auf Euro umgestellt worden, um Wechselkursrisiken zu vermeiden, merkte er an.

"Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind als ordentlich zu bezeichnen", lobte DZ Bank-Analystin Anja Euler. "Insbesondere die Profitabilität überzeugt." Sie rechne damit, das Teamviewer die Gesamtjahresziele erreichen wird.

 

(Reuters)