Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um zwei Prozent auf 65,2 Millionen Euro zu, wie das auf Fernwartung spezialisierte Unternehmen am Dienstag in Göppingen mitteilte. Von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit deutlich mehr operativem Gewinn gerechnet. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 161,7 Millionen Euro. Auch hier hatten sich Fachleute etwas mehr ausgerechnet. Besser lief es insbesondere im Geschäft mit grossen Vertragskunden.

Teamviewer hatte in den ersten drei Monaten wie angekündigt bereits demnächst zur Verfügung stehendes Geld aus dem reduzierten Sponsorenvertrag mit dem englischen Fussballclub Manchester United in Vertrieb und Werbung gesteckt. Erst im zweiten Halbjahr dürften die Einsparungen aus der verminderten Sponsorentätigkeit bei dem Premier-League-Club die eigenen Ergebnisse beflügeln. «Die vergangenen Monate haben wir intensiv für Marketing- und Vertriebsaktivitäten genutzt», sagte Unternehmenschef Oliver Steil laut Mitteilung.

So lag die operative Ergebnismarge im ersten Quartal mit 40 Prozent um rund zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Dabei belasteten Währungseffekte von bereits im Vorjahr in Rechnung gestellten Beträgen. Aufs Jahr gesehen peilt Chef Steil weiter mindestens 43 Prozent operative Marge bei einem Umsatz zwischen 660 und 685 Millionen Euro an.

Wegen Unsicherheiten rund um die wirtschaftliche Entwicklung hätten sich die Entscheidungen von einigen Kunden in die Länge gezogen, hiess es von Teamviewer. Die Rechnungsstellungen im Konzern (Billings) gingen in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um ein Prozent zurück. Der Nettogewinn fiel um drei Prozent auf 22,3 Millionen Euro. Teamviewer bekam neben höheren Forderungsausfällen auch Verluste bei Beteiligungen zu spüren.

(AWP)