Im Gespräch sei die Gründung einer Holding, die ein Übernahmeangebot sowohl für die Aktien des Bonner Konzerns als auch deren US-Tochter abgeben würde, berichtete die Agentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium und Details könnten sich noch ändern.
Die Deutsche Telekom wollte sich zu diesem Thema nicht äussern. Die Bundesnetzagentur, T-Mobile und die US-Regierung waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Die Aktien von T-Mobile drehten als Reaktion auf die Nachricht kurzzeitig ins Plus. Zuletzt notierten sie mit einem Minus von 0,7 Prozent wieder auf dem Niveau kurz vor Veröffentlichung des Bloomberg-Berichts.
Die Telekom stieg im Jahr 2000 mit der Übernahme von Voicestream in den US-Markt ein. Aktuell hält sie mehr als die Hälfte der Anteile an dem in T-Mobile umbenannten Mobilfunker. Bei einem Zusammenschluss entstünde der gemessen am Börsenwert weltgrösste Telekom-Konzern mit einer Marktkapitalisierung von derzeit mehr als 384 Milliarden Dollar. Eine solche Transaktion würde die Zustimmung der Bundesregierung erfordern. Der deutsche Staat ist mit 14 Prozent an der Telekom beteiligt. Ein gleich grosses Aktienpaket liegt bei der Staatsbank KfW.
(Reuters)

