Der US-Elektroautobauer Tesla fasst nach dem Absatzeinbruch vor einem Jahr wieder Fuss. Das Unternehmen von Elon Musk erwirtschaftete nach Angaben vom Mittwoch im ersten Quartal Erlöse von knapp 22,4 Milliarden Dollar, das sind 16 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Gewinn verbesserte sich um 56 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Dollar, der Barmittelzufluss lag mit 1,4 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie vor Jahresfrist und deutlich über den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen erklärte, die Nachfrage nach den Autos lege in Asien und Südamerika ungebrochen zu, in Europa und Nordamerika erhole sich die Nachfrage wieder. An der Börse kam das gut an: Die Aktie legte im nachbörslichen Handel 3,4 Prozent zu, ehe diese wieder Richtung Schlusskurs tendierte.
Anfang 2025 war der Absatz bei Tesla in einigen Ländern eingebrochen. Neben einem Modellwechsel beim wichtigsten Fahrzeug Model Y spielte dabei insbesondere das politische Engagement Musks für US-Präsident Donald Trump eine Rolle, das bei vielen Autokäufern negativ aufstiess. Inzwischen legt der Absatz aber wieder zu, auch dank günstigerer Einstiegsmodelle.
Wachstum verspricht sich Musk vorwiegend vom Geschäft mit Robotaxis. Dabei soll das Cybercab helfen, das ab diesem Jahr produziert werden soll. Langfristig werde dieses Modell das wichtigste Fahrzeug in der Tesla-Flotte sein, hiess es. In mehreren US-Städten sind die Tesla-Fahrzeuge bereits autonom unterwegs. Im April erhielt Tesla in den Niederlanden die offizielle Genehmigung für sein Fahrsystem Full-Self-Driving, allerdings noch in der Version mit Sicherheitsfahrer.
(Reuters)

