Die im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise befeuern die ‌Inflation ⁠in den USA. Die Verbraucherpreise stiegen im ⁠April um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium ‌am Dienstag mitteilte. Von Reuters ‌befragte Volkswirte hatten ​mit einem Wert von 3,7 Prozent gerechnet. Der Ende Februar ausgebrochene Konflikt in Nahost hatte die Teuerungsrate im März bereits ‌auf 3,3 Prozent getrieben.

Auch die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert ​werden, legte im April zu - und ​zwar auf 2,8 Prozent, ​nach 2,6 Prozent im März. Diese Teuerungsrate bildet ‌den zugrunde liegenden Inflationstrend gut ab und wird daher von der Notenbank Federal Reserve ​besonders ​stark beachtet. Die ⁠Fed beliess den Leitzins zuletzt ​in der Spanne ⁠von 3,50 bis 3,75 Prozent. Angesichts ‌der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Energiepreise ‌gilt eine baldige Zinssenkung als unwahrscheinlich. 

(Reuters)