In einem Beitrag auf Substack brachte Michael Burry sein Vertrauen in den CEO von GameStop, Ryan Cohen, zum Ausdruck, der eine Reihe von Strategien ausprobiert hat, um den Herausforderungen zu begegnen, denen sich das Netzwerk der physischen Geschäfte von GameStop angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Online-Spielen gegenübersieht. «Ich glaube an Ryan, mir gefallen die Struktur, die Unternehmensführung und die Strategie, so wie ich sie seh», schrieb Burry.
GameStop verzeichnete 2021 enorme Gewinne und wurde zur ikonischen Meme-Aktie, nachdem Cohen zunächst eine grosse Beteiligung an dem Unternehmen erworben hatte. Burry war zu dieser Zeit ebenfalls Investor, gab jedoch später an, die Aktie vor ihrem dramatischen Anstieg verkauft zu haben. Das Unternehmen blieb im letzten Jahr hinter dem Gesamtmarkt zurück und liegt weit unter dem Höchststand aus der Pandemiezeit.
Die Aktie vpn Gamestop stieg am Montag um bis zu 8,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai und den höchsten Stand seit dem 8. Oktober, während das Volumen stark anstieg. Optionshändler stürzten sich auf GameStop-Calls, wodurch die implizite Volatilität für einen Monat auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember stieg und sich die Call-Skew, also die Prämie für bullische gegenüber bärischen Wetten, vergrösserte. Das gesamte Call-Volumen stieg am Montag auf den höchsten Stand seit dem 12. Juni.
Die Aktien haben in diesem Jahr bisher rund 21 Prozent zugelegt, aber seit ihrem Höchststand vor fünf Jahren etwa 72 Prozent verloren. Seit dem Boom im Jahr 2021 ist die Aktie mehrfach stark gestiegen, oft aufgrund von Social-Media-Beiträgen von Finanz-Influencern. Aber jedes Mal ist sie wieder gefallen. Investoren haben in Frage gestellt, ob das Unternehmen den Übergang vom stationären zum Online-Handel erfolgreich bewältigen kann.
Michael Burry ist eine Kultfigur geworden
In seinem neuen Beitrag gab Burry einen Überblick über die Geschichte des Unternehmens und schrieb über dessen Fokus auf Bitcoin und Sammlerstücke sowie über die unter Cohens Leitung vorgenommenen Ladenschliessungen. Er hob auch den «starken Cashflow» von GameStop, dessen erhebliche Nettobetriebsverluste, «die die Einnahmen auf absehbare Zeit schützen», und die minimalen Investitionen des Unternehmens hervor.
«Da die Abwärtsrisiken durch den Wert der Sachanlagen abgesichert sind, ist eine Long-Position in GameStop fast so asymmetrisch wie es derzeit bei US-Aktien nur möglich ist», schrieb Burry. «Ich bin bereit, langfristig zu halten», fügte er hinzu.
Burry spekulierte über die Möglichkeit, dass Cohen nach einer Übernahme Ausschau halten könnte, die als Katalysator für die Aktie dienen könnte, und wies darauf hin, dass Cohen Anfang dieses Monats seinen Anteil an dem Unternehmen aufgestockt habe.
Michael Burry schloss im November seine Vermögensverwaltung Scion Asset Management und schrieb in einem Beitrag auf X, dass er sich ab dem 25. November «viel wichtigeren Dingen» widmen wolle. Später präzisierte er, dsass er aber weiterhin auf den Märkten aktiv sein werde. Bekannt ist Burry auch als «The Big Short». Seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt im Jahr 2008 wurde denn auch im Buch «The Big Short» von Michael Lewis nacherzählt.
Burry hat sich in den sozialen Medien zu einer Kultfigur entwickelt und ist für seine warnenden Kommentare zu Märkten und Wirtschaft bekannt. Ende Oktober veröffentlichte er eine kryptische Warnung vor übertriebenem Optimismus am Markt.
(Bloomberg/cash)
