Thomson Reuters hat mit einem spürbaren Umsatzplus im ersten Quartal die Markterwartungen übertroffen und seine Jahresprognose für 2026 bestätigt. Die Erlöse stiegen um zehn Prozent auf 2,09 Milliarden Dollar, wie der kanadische Informations- und Technologiekonzern am Dienstag mitteilte. Experten hatten mit 2,04 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,23 Dollar und damit ebenfalls über Analystenschätzungen von 1,20 Dollar. Wachstum kam vor allem von den drei Hauptgeschäftsbereichen Recht, Steuer und Buchhaltung sowie Unternehmen. Für das Gesamtjahr rechnet Thomson Reuters weiter mit einem Umsatzplus von 7,5 bis 8 Prozent.
Konzernchef Steve Hasker sagte, Fachleute, die für wichtige und anspruchsvolle Aufgaben zuständig seien, entschieden sich für Produkte Künstlicher Intelligenz (KI) von Thomson Reuters. «Wir nennen das 'KI in Treuhandqualität'», erklärte Hasker. Denn diese Produkte basierten auf verlässlichen Inhalten, seien von Fachleuten entwickelt und getestet worden und lieferten überprüfbare Ergebnisse.
Die Aktie von Thomson Reuters hat in diesem Jahr fast 30 Prozent an Wert verloren. Damit entwickelte sie sich deutlich schwächer als der breiter gefasste S&P-500-Index, der um 5,2 Prozent zulegte. Grund dafür sind Befürchtungen über die Konkurrenz durch neue KI-Anbieter wie Anthropic. Dies hatte zu Jahresbeginn einen breiteren Ausverkauf bei Aktien aus den Bereichen Software, Daten und professionelle Dienstleistungen ausgelöst.
Der Umsatz der Nachrichtenagentur Reuters, die ebenfalls zum Konzern gehört, stieg um sieben Prozent. Grund dafür waren höhere Einnahmen im Agenturgeschäft und eine Preisanhebung im Rahmen des Vertrags mit der London Stock Exchange Group.
(Reuters)

