«Wir bestätigen, dass es sich beim tragischen Unfall in Mailand um ein Tramlink-Milano-Fahrzeug handelt», teilte ein Stadler-Sprecher am Freitagabend der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage mit. Stadler stehe mit der Betreiberin Azienda Trasporti Milanesi in engem Austausch und unterstütze sie bei der Ursachenanalyse. Das Unternehmen sei «zutiefst betroffen» über den schweren Unfall und «in Gedanken bei den Betroffenen», hiess es weiter.
Noch ist die Unfallursache unklar. Etwa 40 Menschen - die meisten davon Passagiere - wurden nach Angaben der italienischen Feuerwehr verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ein. Das Tram, ein modernes Modell, soll erst seit wenigen Monaten im Einsatz gewesen sein.
Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag im Zentrum der Stadt. Aus noch ungeklärter Ursache prallte eine voll besetzte Strassenbahn der Linie 9 gegen 16.00 Uhr an einer Kreuzung gegen ein Gebäude.
Nach Angaben von Augenzeugen hätte das Tram eigentlich geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Es kam erst im Eingangsbereich eines Restaurants zum Stehen. Die Fahrerkabine wurde schwer beschädigt.
(AWP)

