Die Aktien von Comet legten am Vortag nach erhöhten Prognosen der UBS um 2,2 Prozent zu. So notiert die Jahresbilanz bei +58 Prozent, auf Wochensicht resultiert nach wie vor ein 3-prozentiges Minus. 

Gestern stemmten sich die Titel jedoch klar gegen den Negativtrend im Techsektor. ABB (-2,6 Prozent) und Logitech (-1,9 Prozent) waren die klaren Verlierer am SMI,  auch andere Techwerte wie VAT (-1,2 Prozent) und AMS Osram (-1,1 Prozent) gaben nach einem starken bisherigen Verlauf nach.

Investoren dürften laut Analysten vor dem SpaceX-IPO am Freitag noch Gewinne mitnehmen, um Liquidität zu schaffen. Das Raumfahrtunternehmen strebt eine ​Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an und plant, 75 Milliarden Dollar einzusammeln. Es wäre der grösste Börsengang der Geschichte. Enttäuschende Prognosen von Broadcom hatten am Freitag Sorgen über zu hohe Bewertungen im Chipsektor geschürt, obwohl dieser im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 70 Prozent gestiegen ist.

UBS grösster Optimist

Die UBS hatte am Dienstag das Kursziel für Comet auf 452 von 405 Franken erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Es ist das höchste Kursziel für den Chipzulieferer am Markt und liegt zudem deutlich über dem durchschnittlichen Kursziel von 344 Franken. Fast alle Expertinnen und Experten sind jedoch positiv eingestellt: sieben von zehn Analysten vergeben eine Kaufempfehlung – nur eine Verkaufsempfehlung liegt vor.

Die Halbleiterexperten der Grossbank hätten ihre Prognosen für die Investitionen der Chipindustrie in Produktionsanlagen in den Jahren 2026 bis 2028 deutlich angehoben, schreibt Analyst Sebastian Vogel. Besonders davon profitieren dürfte seiner Einschätzung nach die Halbleitersparte PCT von Comet, deren Geschäft eng mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten für NAND- und DRAM-Speicherchips verknüpft ist.

Vor diesem Hintergrund hebt Vogel seine Gewinnschätzungen je Aktie (EPS) für den Anbieter von Hochfrequenz- und Röntgentechnologie für die Jahre 2026 bis 2028 um 1, 13 genauer gesagt 24 Prozent an.

(cash)