Die Bundesrätin sei repetitiv gewesen und habe ihn ziemlich genervt. Bei dem bekannten Telefonat nach Bekanntgabe des rund 30-prozentigen Zollsatzes für die Schweiz mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter, habe diese ständig wiederholt, dass die Schweiz ein kleines Land sei und er diesen Zollsatz nicht erheben könne, sagte Trump am Mittwoch in Davos.
Er habe ihr geantwortet, dass die Schweiz dennoch für ein grösseres Defizit als andere Länder sorge und nannte dabei als Beispiel den Verkauf von Rolex-Uhren in den USA. Keller-Sutter habe «aber immer wieder dasselbe gesagt», so der US-Präsident. Dies habe ihn auf die Palme gebracht, und so habe er den Zollsatz schliesslich auf 39 Prozent erhöht.
«Will der Schweiz nicht schaden»
Im Herbst führten erneute Verhandlungen zu einer Entspannung der Situation. Unter anderem ein umstrittener Besuch Schweizer Wirtschaftsvertreter, die Trump teure Geschenke mitbrachten, führten zu einer Senkung der Zölle auf 15 Prozent.
Am WEF sagte der US-Präsident dazu, er habe den Zollsatz gesenkt, weil er den Menschen in der Schweiz nicht schaden wolle. Er betonte aber, dass die Schweiz ohne die USA «gar nichts» verdienen würde.
Auf Nachfrage von Keystone-SDA teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) unter der Leitung von Keller-Sutter mit, es gehe davon aus, dass die Schweizer Bevölkerung Trumps Rede richtig einordnen werde.
(AWP)

