Bessent wurde am Donnerstag auf einen Bericht der Washington Post angesprochen, wonach Vertreter der Trump-Regierung darauf drängen, das Porträt des Präsidenten auf speziellen Banknoten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten zu platzieren. Seit dem 19. Jahrhundert ist keine lebende Person mehr auf US-Währung erschienen.
«Ich denke nicht, dass es irgendetwas Unangemessenes daran gibt, den Präsidenten der Vereinigten Staaten – die Person, die Präsident der Vereinigten Staaten ist – auf dem Schein zum 250. Jahrestag abzubilden», sagte Bessent am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.
Nach einem 160 Jahre alten Gesetz dürfen amtierende Regierungsvertreter oder andere lebende Personen weder auf amerikanischen Münzen noch auf Banknoten erscheinen. Der Abgeordnete Joe Wilson aus South Carolina brachte im vergangenen Jahr einen Gesetzentwurf ein, der eine Banknote mit Trumps Bild ermöglichen soll.
Bessent sagte, es liege in der Entscheidung des Kongresses, ob die Beschränkungen gelockert werden. Diese seien unter anderem eingeführt worden, um zu verhindern, dass Regierungsvertreter Eigenwerbung betreiben.
«Als Finanzminister habe ich zwei Vorgaben für die US-Währung», sagte er. «Derzeit darf keine lebende Person auf US-Währung erscheinen, und auf der Währung muss ‘In God We Trust’ stehen.» Mit Blick auf den vorgeschlagenen Geldschein sagte er: «Das liegt alles beim Kapitol.»
Zugleich verteidigte er die Vorbereitungen von Mitarbeitern des Finanzministeriums für den Druck eines solchen Geldscheins noch vor einem entsprechenden Beschluss des Kongresses.
«Wir bereiten uns auf alles vor», sagte er und zog einen Vergleich zur Arbeit des Ministeriums im Vorfeld von Trumps richtungsweisender Steuergesetzgebung im vergangenen Juli. «Wir werden uns an das Gesetz halten.»
Bessent war der dritte ranghohe Regierungsvertreter, der bei der Pressekonferenz für die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, einsprang, die sich im Mutterschaftsurlaub befindet. Zuvor hatten bereits Vizepräsident JD Vance und Aussenminister Marco Rubio diese Rolle übernommen.
(Bloomberg)

