US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag «massive militärische Strafmassnahmen» gegen den Iran und seine Huthi-Verbündeten angekündigt. Zuvor hatte die jemenitische Miliz zwei saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen und damit den Krieg im Nahen Osten auf einen zweiten wichtigen Engpass der Schifffahrt ausgeweitet. Die Aussicht auf eine Ausweitung der Krise auf ein zweites Meer liess die globalen Ölpreise am Donnerstag steil ansteigen. Das Brent-Rohöl stieg um mehr als sechs Prozent und durchbrach erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 Dollar pro Barrel.
«Wenn sie das noch einmal tun, werden die USA den Iran dafür verantwortlich machen, da die Huthis Stellvertreter des Irans sind. Es werden massive militärische Strafmassnahmen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthis selbst verhängt werden», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte, der Preis, den der Iran zahle, werde «jede Nacht höher werden», bis Teheran zu einem Friedensabkommen bereit sei, an das es sich auch halten könne.
Das US-Militär hatte schon zuvor eine weitere nächtliche Runde von Luftangriffen auf den Iran geflogen. Der Iran griff daraufhin benachbarte arabische Länder an, in denen sich US-Stützpunkte befinden. Man habe US-Raketensysteme, Waffenlager und Treibstofflager in Jordanien sowie US-Militärstützpunkte in Kuwait ins Visier genommen.
Die jordanische Armee gab bekannt, in den vergangenen 24 Stunden vier iranische Raketen und sechs Drohnen abgefangen zu haben. Vier mit den US-Geheimdiensten vertraute Personen gaben an, dass iranische Angriffe auf CIA-Ziele zu Beginn des Krieges die US-Geheimdienste veranlasst hätten, mögliche russische Hilfe für den Iran mit Zielinformationen oder Drohnentechnologie zu untersuchen.
(Reuters)

