Falls dieser das ‌Fed-Direktorium ⁠nicht nach einem Stabwechsel an der Spitze der ⁠Notenbank räume, werde er Powell entlassen müssen, sagte Trump am Mittwoch ‌dem TV-Sender Fox Business. Zugleich äusserte ‌er sich zuversichtlich, dass ​der von ihm nominierte Powell-Nachfolger Kevin Warsh bald im parlamentarischen Verfahren bestätigt werde. Powell hatte zuvor erklärt, er werde weiterhin als Vorsitzender «pro tempore» fungieren, sollte Warsh nicht bis ‌zum Ablauf seiner regulären Amtszeit im Mai bestätigt werden.

Trump hat Powell wiederholt scharf kritisiert und vergeblich zu kräftigen ​Zinssenkungen gedrängt. Die US-Notenbank agiert grundsätzlich unabhängig ​von politischen Weisungen. Powell ist im ​Zusammenhang mit der Renovierung der Fed-Zentrale in Washington zudem ins ‌Visier der US-Justiz geraten. Er bezeichnete die strafrechtlichen Ermittlungen als Vorwand, um ihn zinspolitisch unter Druck zu setzen. ​Powell ​erklärte zugleich im März, er ⁠werde die Fed zumindest so ​lange nicht verlassen, bis ⁠die von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen abgeschlossen seien. Er ‌habe zudem noch nicht entschieden, ob er seinen Sitz im Fed-Direktorium, den er noch bis ‌2028 einnehmen könnte, behalten wolle.

(Reuters)