«An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte betrachtet DEN LUFTRAUM ÜBER UND UM VENEZUELA ALS VOLLSTÄNDIG GESCHLOSSEN», schrieb Trump am Samstag in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. Das venezolanische Kommunikationsministerium, das alle Presseanfragen für die Regierung bearbeitet, reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Das US-Verteidigungsministerium äusserte sich ebenfalls zunächst nicht.

Die USA erhöhen seit Monaten den Druck auf Venezuela und seinen Präsidenten Nicolas Maduro. So greifen die USA mutmassliche Drogenboote in der Karibik an. Die US-Streitkräfte haben seit September mindestens 21 Angriffe auf mutmassliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik ausgeführt. Dabei kamen mindestens 83 Menschen ums Leben.

Begleitet wird dies von einem militärischen Aufmarsch der USA in der Region. Trump hat zudem verdeckte CIA-Operationen in Venezuela genehmigt. Der Präsident teilte Militärangehörigen diese Woche mit, die USA würden «sehr bald» mit Aktionen an Land beginnen, um mutmassliche venezolanische Drogenhändler zu stoppen.

Vergangene Woche warnte die US-Luftfahrtbehörde grosse Fluggesellschaften vor einer potenziell gefährlichen Situation bei Flügen über Venezuela aufgrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage und verstärkter militärischer Aktivitäten in oder um das südamerikanische Land. Venezuela entzog daraufhin sechs grossen internationalen Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis, nachdem diese ihre Flüge in das Land nach der Warnung der US-Luftfahrtbehörde ausgesetzt hatten.

Die Trump-Regierung wirft Maduro eine Beteiligung am Drogenhandel vor, was dieser bestreitet. Maduro erklärte, Trump versuche, ihn zu stürzen. Die venezolanischen Bürger und das Militär würden jeden solchen Versuch abwehren. Maduro ist seit 2013 an der Macht. Er ist umstritten, ihm wird im In- und Ausland ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen. Venezuela verfügt über reiche Erdölvorkommen. Das Land steckt aber seit Jahren in einer tiefen wirtschaftlichen und humanitären Krise.

(Reuters)