Vertreter der iranischen Führung hätten ihn am Samstag angerufen und wollten verhandeln, sagte Trump am Sonntag vor Journalisten. Er sei zudem in Kontakt mit Führungsfiguren der iranischen Opposition. Die Äusserungen fallen in eine Zeit schwerer Unruhen im Iran, bei denen Hunderte Menschen getötet wurden und die zu scharfen Drohungen zwischen Washington und Teheran geführt haben.
Bei den seit zwei Wochen andauernden Protesten sind einer Menschenrechtsgruppe zufolge mehr als 500 Menschen getötet worden. Die in den USA ansässige Gruppe HRANA teilte mit, sie habe den Tod von 490 Demonstrierenden und 48 Angehörigen der Sicherheitskräfte bestätigt. Mehr als 10'600 Menschen seien festgenommen worden. Der Iran hat keine offizielle Opferzahl bekannt gegeben. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Trump hatte wiederholt gedroht, aufseiten der Demonstrierenden einzugreifen. «Wir ziehen einige sehr ernsthafte Optionen in Betracht», sagte er. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf, ein früherer Kommandeur der Revolutionsgarden, warnte Washington vor einer «Fehleinschätzung». Im Falle eines Angriffs auf den Iran seien Israel sowie alle US-Stützpunkte und -Schiffe legitime Ziele.
Die Proteste begannen am 28. Dezember als Reaktion auf steigende Preise und richteten sich dann gegen die geistliche Führung. Der Informationsfluss aus dem Iran wird seit Donnerstag durch eine Internetsperre behindert. Die iranischen Behörden werfen den USA und Israel vor, die Unruhen zu schüren. Zudem riefen sie für Montag zu landesweiten Kundgebungen auf, um die «terroristischen Aktionen» zu verurteilen.
(Reuters)

