US-Präsident Donald Trump hat sich am Samstag öffentlich für eine geplante Fusion des lokalen Fernsehsenderbetreibers Nexstar Media mit seinem kleineren Konkurrenten Tegna ausgesprochen. Trump meinte, es brauche mehr Wettbewerb gegen den Feind, die Fake News der nationalen Fernsehsender, schrieb Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Nexstar hatte im vergangenen Jahr eine Übernahme von Tegna für 3,54 Milliarden Dollar angekündigt. Durch den Zusammenschluss würde der grösste Betreiber von regionalen Fernsehsendern in den USA entstehen.
Mit seiner Äusserung vom Samstag schlägt Trump einen anderen Ton an als noch im November. Damals hatte er einen Vorschlag zur Aufhebung der Besitzobergrenze für lokale Fernsehsender kritisiert. Diese Massnahme ist eine Voraussetzung für die Übernahme von Tegna durch Nexstar. Am Samstag deutete Trump jedoch an, dass bestimmte Fusionen wie die von Nexstar und Tegna den Einfluss der grössten Fernsehsender verringern könnten. Die zuständige Aufsichtsbehörde FCC hat noch nicht über die Aufhebung der Obergrenze entschieden. Diese Regelung verbietet es einem Unternehmen, Fernsehsender zu besitzen, mit denen es mehr als 39 Prozent der US-Fernsehhaushalte erreicht.
Der konservative Nachrichtensender Newsmax, der die Übernahme ablehnt, erklärte am Samstag, Trump solle die Übernahme nicht unterstützen. Die Nexstar-Übernahme bedeute eine gefährliche Konsolidierung, die den Wettbewerb einschränke, konservativen Stimmen schade und die Kabelrechnungen der Verbraucher drastisch erhöhe, hiess es in einer Erklärung. Die Eigentumsregeln für lokale Fernsehsender werden am Dienstag Gegenstand einer Anhörung im Handelsausschuss des US-Senats sein. Nexstar, Tegna, die FCC und das Büro des Ausschussvorsitzenden Ted Cruz reagierten am Samstag zunächst nicht auf Bitten um eine Stellungnahme.
(Reuters/cash)

