Das Weisse Haus hatte zu diesem Zeitpunkt mitgeteilt, er ⁠befinde sich an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, berichtete die Zeitung «Washington Post» am ‌Montag. Die Täuschungsaktion sei durch eine glaubwürdige Bedrohung ‌gegen Trump ausgelöst worden. Trump ​habe nach dem Nato-Gipfel in Ankara vor laufenden Kameras die ältere Air Force One bestiegen, sei dann aber heimlich mit einem Catering-Fahrzeug zu einer kleineren Militärmaschine vom Typ C-32A gebracht worden.

Die Journalisten, die dachten, sie reisten ‌mit Trump in der älteren Air Force One, wurden angewiesen, die Fensterläden in der Pressekabine geschlossen zu halten. Das Flugzeug diente als Ablenkungsmanöver. Auf die ​Frage von Reportern, warum die Fensterläden geschlossen bleiben müssten, ​sagte Trump später, sie befänden sich «wahrscheinlich auf ​einem gefährlichen Flug». Er fügte hinzu: «Aber wenn ich gehe, geht ihr auch. Richtig?» Die Maschine ‌mit Trump an Bord landete dem Bericht zufolge wenige Minuten vor dem Flugzeug mit den Reportern auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Mildenhall.

Das Weisse Haus ​erklärte ​in einer Stellungnahme, die der «Washington ⁠Post» vorlag, es gebe viele Feinde ​Amerikas, die den Präsidenten im ⁠Visier hätten. «Wir nutzen jedes uns zur Verfügung stehende Mittel, um diesen ‌Bedrohungen zu begegnen», sagte Kommunikationsdirektor Steve Cheung. Eine ähnliche Operation hatte es dem Bericht zufolge im Jahr 2000 gegeben, als Präsident ‌Bill Clinton für einen Flug nach Pakistan ein unmarkiertes ​Flugzeug nutzte, während die eigentliche Air Force One als Ablenkung vorausflog.

(Reuters)