US-Präsident ⁠Donald Trump verschärft zugleich seine Angriffe auf Ölkonzerne wie Exxon ⁠Mobil und Chevron, denen er vorwirft, «zu viel Geld zu verdienen». Die Regierung ‌in Washington wird in den kommenden Tagen ‌voraussichtlich eine Ausnahmeregelung für den sogenannten ​Jones Act verlängern, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Das fast 100 Jahre alte Gesetz schreibt vor, dass Fracht zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die ‌in den USA gebaut wurden, US-Firmen gehören und von amerikanischen Seeleuten betrieben werden. Die Aussetzung dieser Regel soll die Transportkosten senken.

Experten bezweifeln ​jedoch die Wirksamkeit der Massnahme. Der Chef der ​Rapidan Energy Group, Bob McNally, ​sagte, die Ausnahmeregelung werde den Benzinpreis wahrscheinlich nur um wenige Cent pro Gallone ‌senken. Hintergrund des Vorstosses sind die im November anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Trump gehen die einfachen Möglichkeiten aus, die Benzinpreise ​zu senken. ​Die wirksamste Option, Druck auf ⁠Saudi-Arabien zur Erhöhung der Ölförderung auszuüben, ​sei wegen des Konflikts ⁠mit dem Iran und den Störungen in der Strasse ‌von Hormus nicht machbar, sagte McNally. Zudem gibt es Widerstand von Reedereien und einigen republikanischen Abgeordneten, die eine ‌Schwächung der heimischen Flotte und der nationalen Sicherheit ​befürchten.

(Reuters)