Der Republikaner warnte ‌bei ⁠seinem Auftritt am Samstag in Washington erneut vor einem Erstarken des Kommunismus in ⁠den USA. Als Kommunisten hat er in der Vergangenheit Politiker des linken Flügels der oppositionellen Demokraten ‌bezeichnet, die zuletzt mehrere Wahlerfolge unter anderem in ‌New York City erzielen konnten. Wegen eines ​Unwetters hatte sich Trumps Auftritt um fast zwei Stunden verzögert. Obwohl er im Vorfeld eine besonders lange Rede angekündigt hatte, sprach Trump letztlich weniger als 40 Minuten - deutlich kürzer als bei anderen Anlässen.

Es gelte, eine Bedrohung wie ‌den Kommunismus sofort im Keim zu ersticken, sagte Trump. «Es ist wie ein Krebsgeschwür – man muss es herausschneiden, und zwar schnell.» In seiner Rede verband er darüber hinaus ​allgemeine Appelle an den Patriotismus mit scharfen Angriffen auf von ​ihm wahrgenommene ideologische Bedrohungen im In- und Ausland. ​Er rühmte amerikanische Errungenschaften wie die Mondlandung und erklärte, er habe das iranische Militär «ausgelöscht». Vom Kongress ‌forderte der Präsident die ins Stocken geratene Verabschiedung von Gesetzen, die die Briefwahl einschränken und einen Nachweis der Staatsbürgerschaft für die Wählerregistrierung verlangen.

Die Feierlichkeiten zum 4. ​Juli ​waren von einer Hitzewelle mit Temperaturen von ⁠bis zu 39 Grad Celsius geprägt. Wegen ​eines aufziehenden Gewitters musste das ⁠Festgelände in Washington vorübergehend geräumt werden. Vor Trump hatten US-Präsidenten am Unabhängigkeitstag persönliche ‌Auftritte auf der National Mall in der Regel vermieden. Abgesehen von einer ähnlichen Ansprache Trumps im Jahr 2019 hatte dort seit ‌1951 kein Präsident mehr an diesem Feiertag eine Rede gehalten. ​Am 4. Juli 1776 wurde in Philadelphia die Erklärung der Unabhängigkeit von Grossbritannien unterzeichnet.

(Reuters)