Die UBS hat mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal 2026 einmal mehr die Erwartungen der Analysten übertroffen. Doch obwohl der Konzern einen geradezu beeindruckenden Zahlenkranz präsentierte, gelang es den Aktien nicht, die Vortagsgewinne vollständig zu halten. Die UBS-Aktien schlossen schliesslich mit 0,9 Prozent im Gewinn bei 42,82 Franken, nachdem sie im Tagesverlauf um bis zu 3,7 Prozent angestiegen waren. Wie geht es am heutigen Donnerstag weiter?
Aus technischer Sicht befinden sich die UBS-Aktien seit März 2026 in einer robusten Aufwärtsbewegung. Solange die Unterstützung bei rund 42 Franken hält, dürfte dies so bleiben. Sollten die Titel den Widerstand bei rund 44 Franken überwinden, könnte ein Ausbruch über das Mehrjahreshoch von Mitte Juli bei 44,44 Franken gelingen. Ein Abprallen könnte zu einer Konsolidierung zwischen 42 und 43 Franken führen.
Fundamental betrachtet scheint die Bewertung der UBS leicht erhöht: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt derzeit bei rund 13x, was über dem langfristigen Durchschnitt von 11,2x liegt. Bis 2028 wird jedoch mit einem Anstieg des Gewinns pro Aktie um fast 37 Prozent auf 4,83 Dollar gerechnet. Dies dürfte die leichte Höherbewertung rechtfertigen. Auch zeigte das zugrundeliegende Geschäft enorme Stärke: Die verwalteten Vermögen stiegen per Mitte Jahr auf 7326 Milliarden Dollar.
Von 19 befragten Analystinnen und Analysten empfehlen neun zum Kauf, sieben zum Halten und drei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten zwölf Monate liegt bei 41,97 Franken, was einem Verlustrisiko von rund 3 Prozent entspricht. Kursziel- und Ratinganpassungen in Hinblick auf die eben publizierten Resultate dürften bald folgen. Die Expertinnen und Experten zeigten sich zwar vom Geschäftsverlauf im Investment Banking angetan, doch die Kapitalfrage bleibt eine Belastung.
Die nächsten Wochen und Monate dürften bei den UBS-Aktien für Bewegung sorgen. Mitte August berät die Wirtschaftskommission des Ständerats erneut über die Eigenkapitalvorschläge des Bundesrates. Spätestens Ende Oktober werden die Quartalszahlen zum dritten Quartal erwartet, wobei Finanzchef Todd Tuckner dann möglicherweise ein Update zum Aktienrückkaufzeitplan liefern dürfte.

