Mit einem Preisniveau über 42 Franken notieren die Valoren der UBS auf dem höchsten Stand seit Januar 2008. Am Dienstag gewinnen die Titel weitere 0,4 Prozent auf 42,10 Franken, wonach sich die Jahresperformance einer Bilanz von +10 Prozent nähert. Im Mai betrug diese noch minus 4,5 Prozent.

Der positive Trend ist auch den Analysten nicht entgangen, die jüngst ihre Kursziele nach oben angepasst haben. Neuerdings erachtet die Bank of America 50 Franken als realistisch, während JP Morgan mit 44 Franken rechnet. Die neue Schätzung von Vontobel-Analyst Andreas Venditti liegt mit 38,50 Franken leicht unter dem Kurs.

Zehn Kaufempfehlungen übertrumpfen derzeit neun Halten-Ratings und fünf Verkaufsempfehlungen. Die höchste Schätzung vergibt nach wie vor der Jefferies-Analyst mit 60 Franken. Seiner Einschätzung nach werde die UBS gemessen an den möglichen Szenarien für die Eigenkapitalanforderungen ausländischer Tochtergesellschaften zu niedrig bewertet. Selbst wenn die strengste Regulierungsvariante eintrete und dies die Bank einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag in Dollar kosten sollte, sei dieses Risiko im aktuellen Aktienkurs bereits mehr als ausreichend berücksichtigt.

Hohe Erwartungen an den Zahlenkranz

Venditti von Vontobel erhöht seine Schätzungen am Dienstag für die anstehenden Zahlen. Die EPS-Schätzungen für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 sieht er in Dollar neuerdings um 3 bis 4 Prozent höher, in Schweizer Franken wären es 6 bis 7 Prozent. Ausschlaggebend hierfür seien die deutlich gestiegenen Aktienmärkte, die zu höheren verwalteten Vermögen (AuM) und damit zu steigenden Erträgen im Global Wealth Management sowie im Asset Management führen. Darüber hinaus rechnet Venditti von Vontobel mit einem starken Handelsgeschäft in der Investment Bank sowie einer weiterhin soliden Kundenaktivität.

JP Morgan betont ebenfalls die starke organische Kapitalgenerierung, die führende Position im globalen Vermögensverwaltungsgeschäft und die im Vergleich zu Morgan Stanley tiefere Bewertung der UBS-Aktie. Die Valoren der US-Investmentbank haben seit Januar 22 Prozent zulegen können.

Generell haben Finanzaktien jüngst überzeugen können. So verbucht der Xtrackers MSCI World Financials-ETF in den vergangenen drei Monaten einen Zuwachs von 15 Prozent. Die Performance wird durch robuste Wirtschaftsdaten, ein vorteilhaftes Zinsumfeld, verbesserte Eigenkapitalrenditen sowie gezielte Effizienzsteigerungen durch künstliche Intelligenz angetrieben.

Einige der pessimistischeren Analysten warnen davor, dass die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung, Profitabilität und Strategie mittlerweile so hoch seien, dass selbst solide operative Ergebnisse künftig nur noch begrenztes Kurspotenzial bieten könnten. Die UBS legt am 29. Juli 2026 die Quartalsergebnisse vor.

(cash)