Auf die Frage, ‌ob ⁠er 2030 noch CEO der Schweizer Grossbank ⁠sein werde, sagte er in einem am Freitag vom TV-Sender SRF ‌ausgestrahlten Interview auf dem Wirtschaftskongress «Swiss Economic ‌Forum»: «Ich hoffe nicht.» Die ​Nachrichtenagentur Reuters hatte im April gestützt auf Insider berichtet, dass Ermotti bis weit in die zweite Jahreshälfte 2027 im Amt bleiben könnte. Damit sollte er die Bank ‌durch die anstehenden regulatorischen Veränderungen steuern und dem Verwaltungsrat mehr Zeit für die Suche nach einem Nachfolger geben, da ​sich intern noch kein klarer Kandidat herauskristallisiert ​hat.

Die UBS hatte 2023 ​die strauchelnde Rivalin Credit Suisse in einer staatlich orchestrierten Notübernahme geschluckt. Inzwischen ‌kämpft das Institut gegen Pläne der Regierung, strengere Kapitalvorschriften einzuführen, um ein erneutes Grossbankendebakel zu verhindern. Die UBS ​werde ​aus der Aufarbeitung der Krise ⁠wahrscheinlich «mit einem blauen Auge» davonkommen. Zugleich ​bekräftigte er das ⁠Bekenntnis zum Heimatmarkt. «Wir wollen unbedingt in der Schweiz ‌bleiben», erklärte der Manager. Er sei sehr zuversichtlich, dass das Land und die Bank auch in ‌Zukunft ein starkes Duo bilden könnten.

(Reuters)