Die Immobilienexperten der UBS erwarten im laufenden Jahr keine wesentliche Entspannung auf dem Wohnungsmarkt - obwohl zuletzt leicht mehr gebaut wurde. Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie sollen in der Schweiz 2026 rund 2000 zusätzliche neue Mietwohnungen fertiggestellt werden. «Das bleibt jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein», so die Studienautoren.

Nur in wenigen Regionen dürfte es laut den UBS-Ökonomen eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt geben, beispielsweise in den Kantonen Aargau, Genf und St. Gallen. In den von Wohnknappheit betroffenen Kantonen Zürich, Zug und Graubünden dürfte die Bautätigkeit allerdings stagnieren oder sogar abnehmen.

Im Gegensatz dazu erlebten Umbauten und Renovationen «einen regelrechten Boom», schreiben die Experten. Innerhalb der letzten fünf Jahre habe sich das Investitionsvolumen eingereichter Projekte nahezu verdoppelt.

In den Ballungszentren würden nun viele sanierte Immobilien zu hohen Preisen angeboten. Dies führe zu einem Überschuss an teuren Wohnungen, wodurch Spitzenmieten in den Grossstädten unter Druck kommen. «Abseits der Top-Lagen und insbesondere bei günstigen Mietwohnungen bleibt das Angebot dagegen weiterhin knapp», heisst es.

Die UBS rechnet damit, dass die Leerstände dieses Jahr nochmals leicht sinken werden. In der Folge sollen die Angebotsmieten um 2 Prozent und die Preise am Transaktionsmarkt um 3 Prozent steigen.

(AWP)