Die Grossbank verdiente in den ersten drei Monaten 2026 mit 3,04 Milliarden US-Dollar 80 Prozent mehr als im Vorjahr, wie sie am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 2,43 Milliarden gerechnet. Bereits in den paar letzten Quartalen hatte die UBS jeweils mehr verdient als von den Experten geschätzt.

Vor Steuern verdiente die Grossbank mit 3,84 Milliarden ebenfalls 80 Prozent mehr. Bereinigt um Integrationskosten spricht die UBS von einem Vorsteuergewinn für die Periode von 3,99 Milliarden (+54 Prozent).

Die Erträge der Bank stiegen derweil um 13 Prozent auf 14,24 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10,33 Milliarden mehr oder weniger stabil blieb. Das für eine Bank wichtige Kosten/Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit auf bereinigter Basis deutlich auf 70,2 Prozent.

Hoher Neugeldzufluss

In ihrem Kerngeschäft - der globalen Vermögensverwaltung - zog die Bank im ersten Quartal 37 Milliarden Dollar an Nettoneugeldern an. Dennoch gingen die verwalteten Vermögen per Ende März auf 6881 Milliarden zurück von 7005 Milliarden Ende Dezember. Das begründet die UBS mit den schwächeren Märkten und Wechselkursbewegungen.

Die CS-Integration schreitet derweil weiter voran. Die UBS will diese nun bis zum Jahresende «im Wesentlichen» abschliessen. Im Berichtsquartal wurden weitere Kosteneinsparungen von rund 0,8 Milliarden erreicht. Der Stand der Einsparungen seit Beginn der Restrukturierung steht damit bei 11,5 Milliarden. Angestrebt werden bis Ende Jahr 13,5 Milliarden weniger Kosten im Vergleich zu 2022.

UBS zufrieden mit Ergebnis

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich sehr zufrieden mit dem vergangenen Quartal: «Wir erzielten ein ausgezeichnetes Finanzergebnis und sind nach wie vor auf dem Weg, unsere finanziellen Ziele für 2026 zu erreichen.»

Auch im Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sie sich einigermassen zuversichtlich. Die Märkten würden sich im zweiten Quartal weiterhin «weitgehend widerstandsfähig» zeigen, heisst es dort. Darin widerspiegelten sich die Erwartungen, dass eine dauerhafte diplomatische Lösung des Konflikts im Nahen Osten erreicht werden könne.

Auch wenn die Kundenaktivität «unverändert robust» sei, blieben die Risiken aber erhöht, und die Umstände könnten sich rasch ändern, was die Kundenstimmung und -aktivität beeinträchtigen könnte.

Zur Debatte beitragen

In der Debatte um die Verschärfung der Eigenmittelvorschriften in der Schweiz will sich die UBS weiterhin «konstruktiv einbringen und zu einer faktenbasierten Debatte beitragen», wie sie schreibt. Sie halte an ihrem diversifizierten Geschäftsmodell und ihrer globalen wie regionalen Präsenz fest. Die Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte zuletzt die Grossbank heftig wegen eines aggressiven Lobbyings kritisiert.

Weiterhin betont die UBS, dass die vom Bundesrat vorgesehen Eigenkapitalvorschriften zu einem zusätzlichen harten Kernkapital (CET1) für die UBS von 22 Milliarden Dollar für das Stammhaus führen würden. Das komme zu den 15 Milliarden Dollar dazu, die die Bank infolge der Übernahme der Credit Suisse zusätzlich halten müsse. Damit belaufe sich das zusätzliche harte Kernkapital auf etwa 37 Milliarden Dollar.

(AWP)