Insgesamt verdiente die UBS von Januar bis März 2026 mit 3,04 Milliarden US-Dollar rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr, wie sie am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich rund 2,4 Milliarden gerechnet. Bereits in den vergangenen Quartalen hatte die Bank die Erwartungen der Experten jeweils übertroffen.
Die Aktie legt am Mittwoch am SMI (+0,3 Prozent) vor Börsenstart 1,7 Prozent zu.
Vor Steuern stieg der Gewinn mit 3,84 Milliarden Dollar ebenfalls um rund 80 Prozent, bereinigt um Integrationskosten waren es sogar 3,99 Milliarden (+54 Prozent). Knapp die Hälfte des Gewinns entfiel auf das Kerngeschäft der Vermögensverwaltung für Privatkunden.
Bessere Kosteneffizienz
Die gesamten Erträge der Grossbank stiegen derweil um 13 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10,3 Milliarden mehr oder weniger stabil blieb. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit (auf bereinigter Basis) deutlich auf 70,2 Prozent.
In ihrem Kerngeschäft - der globalen Vermögensverwaltung - zog die UBS im ersten Quartal 37,4 Milliarden Dollar Nettoneugelder an Land. Im Asset Management, der Verwaltung von institutionellen Geldern, kamen nochmals 14 Milliarden Neugelder dazu.
Insgesamt gingen die verwalteten Vermögen trotz dem Neugeldzufluss gegenüber Ende 2025 aber um knapp 150 Milliarden auf 6881 Milliarden US-Dollar zurück. Der Grund waren laut UBS die schwächeren Finanzmärkte und die Wechselkursbewegungen.
CS-Integration geht in die Schlusskurve
Die CS-Integration schreitet derweil voran. So erreichte die Bank im Berichtsquartal weitere Einsparungen in Höhe von rund 0,8 Milliarden. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Restrukturierung 11,5 Milliarden an Kosten eingespart - dies bei einem Zielwert bis Ende Jahr von 13,5 Milliarden (im Vergleich zur Kostenbasis 2022).
Bis Ende Jahr will die UBS die Integration der 2023 übernommenen CS nun «im Wesentlichen» abschliessen. Viele grosse Schritte sind schon getan. Im März beispielsweise sei die Überführung der letzten in der Schweiz gebuchten Kundenkonten auf UBS-Plattformen abgeschlossen worden. Damit seien rund 1,2 Millionen Kundenkonten erfolgreich überführt worden, betont die Bank.
Sinkender Personalbestand
Weiterhin rückläufig ist auch der Personalbestand. Die Zahl der von der UBS direkt angestellten Mitarbeitenden belief sich per Ende März 2026 noch auf rund 101'600 (Vollzeitstellen) gegenüber gut 103'000 per Ende 2025.
Ein relativ grosser Teil des Abbaus dürfte aber noch bevor stehen, genaue Details sind allerdings nicht bekannt. Gerechnet wird in Branchenkreisen damit, dass es zum Schluss lediglich noch 80'000 Stellen sein könnten. Die Bank sagt derweil seit längerem, dass es in der Schweiz im Zuge der Integration zu rund 3000 Entlassungen komme.
Bank will «konstruktiv» bleiben
Bei der Frage der Schweizer Eigenmittelvorschriften will sich die UBS derweil weiterhin «konstruktiv» einbringen und zu einer «faktenbasierten Debatte» beitragen, liess sich UBS-Chef Sergio Ermotti in der Mitteilung zitieren. In den vergangenen Tagen hatte Bundesrätin Karin Keller-Sutter der UBS mehrfach ein aggressives Lobbying vorgeworfen.
Die Grossbank rechnet weiterhin mit benötigtem zusätzliches Kapital von 22 Milliarden, wenn die Vorschläge des Bundesrats von vergangener Woche so durch das Parlament kommen. Was das für die geplante Kapitalrückführung bedeutet, wird entsprechend erst später bekannt werden.
Vorerst setzt sie ihre Aktienrückkäufe jedenfalls fort. Bis zur Präsentation ihrer Ergebnisse zum zweiten Quartal 2026 will sie Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurückkaufen, weitere Rückkäufe im laufenden Jahr würden dann von der Debatte um die Regulierung in der Schweiz abhängen.
Im ersten Quartal hat die UBS bereits Aktienrückkäufe von 0,9 Milliarden Dollar getätigt. Zudem sei eine Abgrenzung für die angekündigte Dividendenerhöhung «im mittleren Zehnprozentbereich» vorgenommen worden.
Mit Ergebnis zufrieden
UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich sehr zufrieden mit dem vergangenen Quartal: «Wir erzielten ein ausgezeichnetes Finanzergebnis und sind nach wie vor auf dem Weg, unsere finanziellen Ziele für 2026 zu erreichen.»
Auch im Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich die UBS einigermassen zuversichtlich. Die Märkten würden sich im zweiten Quartal weiterhin «weitgehend widerstandsfähig» zeigen, heisst es. Darin widerspiegelten sich die Erwartungen, dass eine dauerhafte diplomatische Lösung des Konflikts im Nahen Osten erreicht werden könne. Allerdings blieben die Risiken erhöht, hält die Bank fest.
(AWP)
