Die Aktie von Huber+Suhner steigt am Montag in einem stark negativen Gesamtmarkt um 2 Prozent auf 188,50 Franken. Das ist ein neues Rekordhoch. Die Aktie des Spezialisten für elektrische und optische Verbindungstechnik hat sich seit Mai des letzten Jahres mehr als verdoppelt. Haupttreiber waren Aufträge für optische Schalter (Switches) im boomenden Datacenter-Geschäft.

Geht es nach der UBS, ist mit dem Anstieg aber noch lange nicht Schluss. Die Bank erhöhte das Kursziel für Huber+Suhner am Montag auf 230 von zuvor 177 Franken und beliess die Einstufung auf «Kaufen». Der für Huber+Suhner zuständige Analyst erhöhte die Umsatzprognosen für die Jahre 2025 bis 2027 um 1 Prozent. Damit berücksichtigt er insbesondere höhere Erwartungen für die Kommunikations- und Industriesparte.

Für den Bereich Transport erwartet der Experte bis 2027 zunehmendes Wachstum. Für 2025 prognostiziert er eine Marge im mittleren Bereich der Guidance von 10 bis 11 Prozent. Bereits 2026 dürfte aber seines Erachtens die Obergrenze des mittelfristigen Zielkorridors von 9 bis 12 Prozent erreicht werden, so der Analyst. Als Gründe dafür zählt er einen profitableren Geschäftsmix, Fortschritte bei Wachstumsinitiativen wie RailCom, A&D und Automobilelektrifizierung sowie eine steigende Produktion von optischen Schaltern ab dem zweiten Halbjahr 2026.

Laut der Zürcher Kantonalbank, welche den fairen Wert der Aktie bei 242 Franken sieht, ist der Markt für rein optische Switches drei- bis fünfmal grösser als bisher gedacht, wobei Huber+Suhner zu den führenden Anbietern zählen dürfte. Auf «stand-alone»-Basis könnte die Geschäftseinheit laut ZKB bis 2028 rund 2 Milliarden und bis 2030 sogar 7 Milliarden wert sein, bei einer Marktkapitalisierung der ganzen Gruppe von 3,6 Milliarden Franken. 

(cash/AWP)