Die UBS-Devisenstrategen um Alvise Marino prognostizieren einen Rückgang des Dollar/Franken-Kurses auf 0,75 bis Quartalsende 2026 (aktuell 0,7682). Der Euro/Franken-Kurs soll bis Jahresende zudem bei 0,90 liegen (aktuell 0,9136).
UBS-Daten zeigen, dass Vermögensverwalter den Franken so schnell wie seit zehn Jahren nicht mehr kaufen. «Dies deckt sich mit Gesprächen mit Kunden, wonach nicht-institutionelle und in der Schweiz ansässige Anleger ihre Dollar-Absicherung verstärkt haben», heisst es seitens der UBS.
Der Franken hat in diesem Jahr gegenüber dem Euro bereits um 2 Prozent und gegenüber dem Dollar gar um 3,5 Prozent zugelegt. Am Montag erreichte das Währungspaar Euro/Franken einen Wert von 0,9095. Das ist ein Rekord, sieht man von den Währungsturbulenzen bei der Aufhebung der Euro-Mindestgrenze im Januar 2025 ab.
Die Frankenaufwertung stärkt die Rolle der Schweizer Währung als bevorzugten Zufluchtsort für Anleger, die von der moderaten Verschuldung, der stabilen Wirtschaft und der berechenbaren Politik der Schweiz angezogen werden.
Die Nachfrage nach dem Franken im Vergleich zum Euro hat laut den Strategen der ING Bank, Chris Turner und Francesco Pesole, ein «aussergewöhnliches» Niveau erreicht, da globale Anleger weiterhin defensive Positionen aufbauen und sich gegen eine Dollar-Schwäche absichern. Die US-Währung hat seit Anfang 2025 rund 10 Prozent an Wert verloren, als Präsident Donald Trump ins Weisse Haus zurückkehrte und begann, regelmässig politische Schocks auszulösen.
(Bloomberg/cash)
