Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,5 Prozent gesunken, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Der Rückgang sei allerdings geringer ausgefallen als zunächst befürchtet. Dies deute darauf hin, dass sich die Wirtschaft schneller als erwartet an die Lage nach der russischen Invasion angepasst habe. Das Ministerium hatte zunächst mit einem Rückgang des BIP um 14,1 Prozent für das ersten Quartal gerechnet.
Bei dem statistisch erfassten Einbruch der Wirtschaftsleistung spielt ein grosse Rolle, dass das BIP mit dem Vorjahresquartal verglichen wird, in das der Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 fällt. Zu Jahresbeginn 2022 war die Wirtschaft noch nicht von dem kriegerischen Konflikt belastet. Wie sich die jüngste Zerstörung des Kachowka-Staudamms auf die Entwicklung im zweiten Quartal auswirkt, bleibt abzuwarten. Die Schifffahrtsverwaltung hat bereits darauf verwiesen, dass der Strom Dnipro streckenweise unpassierbar und eine wichtige Exportroute für Getreideprodukte damit blockiert ist.
(Reuters)
