Die Unterstützung der US-Bevölkerung für den Iran-Krieg ist einer Umfrage zufolge auf den niedrigsten Stand ‌seit ⁠Beginn des Konflikts vor fünf Monaten gefallen. Noch ein Drittel ⁠der US-Bürger befürworte den Militäreinsatz, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der ‌Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervorging. Zudem ‌seien 69 Prozent der ​Befragten der Ansicht, dass Präsident Donald Trump die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt habe. Die allgemeine Zustimmung für Trump stieg in der Umfrage vom Wochenende jedoch leicht um drei Punkte auf 37 ‌Prozent.

Das US-Präsidialamt mass der Erhebung keine Bedeutung bei. Trump werde seine Entscheidungen nicht von schwankenden Umfragewerten abhängig machen, teilte Sprecherin Olivia Wales mit. ​Wichtigstes Ziel bleibe es, den Iran an ​der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern.

Der ​Krieg hatte am 28. Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf ‌den Iran begonnen. Seitdem verharrt der Rückhalt in der US-Bevölkerung bei unter 40 Prozent. Die unpopuläre Aussenpolitik belastet Trump und seine ​Republikaner im Vorfeld ​der Kongresswahlen im November, ⁠bei denen sie ihre knappen Mehrheiten in ​beiden Kammern verteidigen ⁠müssen. In dem Krieg sind bislang 18 US-Soldaten sowie Tausende ‌Menschen im Iran und im Libanon ums Leben gekommen. Trump hatte im Wahlkampf 2024 versprochen, die USA aus ‌langwierigen Konflikten herauszuhalten. Ursprünglich schätzte er die Dauer des ​Einsatzes auf vier bis fünf Wochen.

(Reuters)