Umfrage zeigt - Deutsche Banker lassen Handy nach Feierabend häufiger ruhen

Für mehr Bank-Mitarbeiter in Deutschland bedeutet Feierabend offenbar wirklich Feierabend.
12.10.2019 05:58
Banker schalten nach Büroschluss ab.
Banker schalten nach Büroschluss ab.
Bild: iNg

Der Anteil der Beschäftigten im privaten Bankgewerbe, die werktags nach Dienstschluss häufig per E-Mail oder telefonisch erreichbar sind, hat sich von 31 Prozent im Jahr 2013 auf 24 Prozent in 2018 reduziert. Das geht aus einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung von Kantar TNS im Auftrag des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) hervor.

Die Erreichbarkeit am Wochenende ist demnach im Beobachtungszeitraum von 22 Prozent auf 15 Prozent und die im Urlaub von 15 Prozent auf 12 Prozent gefallen.

”Der Umgang mit Erreichbarkeit verändert sich. Allen Beteiligten ist klar, dass sie inzwischen zum Arbeitsleben gehört. Umso mehr wird offenbar auch darauf geachtet, wann Erreichbarkeit wirklich nötig ist und wie sie gestaltet wird”, sagt Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des AGV Banken.

In dieselbe Richtung argumentiert Florian Schopf, Head of Group Strategy bei der Baader Bank AG: “Gerade bei Banken, die einen Fokus auf Kapitalmarkt- und Wertpapierhandel besitzen, ist die Belastung in der Arbeitszeit phasenweise sehr hoch. Umso wichtiger ist es, dass sich Mitarbeiter genügend Zeit zur Erholung nehmen.”

Rund ein Viertel aller Beschäftigten fühlt sich durch Kontakte außerhalb der üblichen Bürozeiten belastet, zeigt die Umfrage weiter. Die am häufigsten genannten Gründe: Das Abschalten sei kaum möglich, das Privatleben werde beeinträchtigt und es gebe zusätzlichen Stress.

(Bloomberg)

 

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