Der Textilmaschinenhersteller sieht zudem erste Anzeichen einer Markterholung in der Region Indien und in der Division Components & Technology. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Insgesamt setzte Rieter im ersten Semester 576,7 Millionen Franken um, das ist ein Plus von 72 Prozent. Zudem zog das Unternehmen neue Aufträge im Wert von 554,1 Millionen Franken an Land, nach 355,4 Millionen im entsprechenden Vorjahreshalbjahr, wie der Textilmaschinenhersteller am Freitag mitteilte.

Barmag steuerte dazu 261,3 Millionen Franken bei. Die Zahlen der von Oerlikon übernommenen Kunstfaser-Sparte fliessen seit Februar mit ein.

Verlust weitet sich aus

Analysten hatten mit etwas mehr Umsatz und neuen Aufträgen gerechnet. Das tiefe Umsatzniveau drückte aufgrund der tiefen Auslastung und der Fixkosten auch auf die Profitabilität. Rieter schrieb einen operativen Betriebsverlust auf Stufe EBIT von 6,3 Millionen Franken. Im Vorjahreshalbjahr stand gemäss revidierten Zahlen hier noch ein Plus von 4,3 Millionen zu Buche.

Beim operativen EBIT werden Restrukturierungskosten und Kosten im Zusammenhang mit der Barmag-Übernahme herausgerechnet. Inklusive dieser Kosten resultierte ein Betriebsverlust von 39,9 Millionen Franken. Unter dem Strich weitete sich der Reinverlust auf 54,9 Millionen Franken aus, von 20 Millionen Franken im Vorjahr.

Zeichen von Markterholung

Für das zweite Halbjahr geht Rieter von einem erhöhten Umsatzniveau aus. Erste Anzeichen einer Markterholung zeigten sich in der Region Indien und in der Division Components & Technology.

Die Nachfrage nach Verbrauchs-, Verschleiss- und Ersatzteilen habe um 3 Prozent zugenommen, schreibt Rieter. Dieser Frühindikator lasse auf eine positive Entwicklung der Auslastung der Spinnereien schliessen und deute darauf hin, dass daraus weitere Investitionen resultieren könnten.

Das Management bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr, das es als Übergangsjahr nach der Grossübernahme sieht. So wird ein Umsatz zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Franken erwartet und eine operative EBIT-Marge zwischen 0 und 3 Prozent. Zudem stellt das Unternehmen bis Ende 2028 Synergien von mindestens 20 Millionen Franken in Aussicht.

(AWP)