Der am Mittwoch veröffentlichte Caixin/S&P Global PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel im Oktober auf 49,5 von 50,6 im September. Dies ist der erste Rückgang seit Juli und liegt unter den Prognosen der Analysten von 50,8. Die Schwelle von 50 Indexpunkten trennt Wachstum von Schrumpfung.

Die geringere Produktion und die relativ verhaltene Kundennachfrage belasteten demnach die Einkaufsaktivität, während die schwächer als erwartet ausgefallenen Umsätze und die Verzögerungen bei der Auslieferung von Waren zu dem stärksten Anstieg der Lagerbestände seit September 2015 führten.

Die Umfrage bestätigt die Daten des offiziellen Einkaufsmanagerindex vom Dienstag. Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass das verarbeitende Gewerbe trotz des besser als erwarteten Wachstums des chinesischen Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal immer noch nicht auf einem soliden Fundament steht.

«Die Wirtschaft zeigte Anzeichen einer kunjunkturellen Bodenbildung, aber das Fundament des Aufschwungs ist nicht solide. Die Nachfrage ist schwach, viele interne und externe Unsicherheiten bleiben bestehen und die Erwartungen sind immer noch relativ niedrig», fasst Wang Zhe, Chefökonom der Caixin Insight Group, die aktuelle Lage in China zusammen. Während einige Unternehmen hofften, dass neue Produkteinführungen und eine verbesserte Kundennachfrage im In- und Ausland das Wachstum unterstützen würden, äusserten sich andere besorgt über das schwache Weltwirtschaftsklima.

(Reuters)