Das zweitgrösste Geldhaus des Landes habe geplant, die Generali-Beteiligung von Delfin ‌in Höhe von zehn Prozent zu übernehmen, ‌berichtete die Zeitung «Il Sole ​24 Ore» am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Damit hätte sich der Unicredit-Anteil auf knapp 20 Prozent erhöht.

Im Gegenzug sollte Delfin fünf Prozent der UniCredit-Aktien erhalten, ohne dass Bargeld ‌fliessen sollte. Bei einem Vollzug wäre die in Luxemburg ansässige Holding mit einem Anteil von acht Prozent zu einem ​der grössten Aktionäre von UniCredit aufgestiegen. Delfin habe ​den Vorschlag jedoch wegen der Bewertung ​abgelehnt, hiess es in dem Bericht weiter. Es sei unklar, ob ‌die Gespräche damit endgültig beendet oder nur vorübergehend ausgesetzt seien. Sowohl Delfin als auch UniCredit lehnten der Zeitung zufolge eine ​Stellungnahme ​ab.

UniCredit will die ⁠Commerzbank übernehmen und hat die Schwelle von ​30 Prozent der ⁠Anteile des Frankfurter Instituts überschritten. Am Dienstag war die ‌Offerte abgelaufen. Weil die Bedingung für das Zustandekommen des Angebots erfüllt ist, bekommen die Commerzbank-Aktionäre von Freitag ‌an noch einmal zwei Wochen Zeit, das ​Angebot anzunehmen.

(Reuters)