Ein Börsengang sei der ​einzig verantwortungsvolle Weg, hiess es in einem am Dienstag veröffentlichten Aufruf der Konzernbetriebsräte. Nur er garantiere den Erhalt des Unternehmens als Ganzes, die Wertschöpfung, Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Interessen des Bundes, ‌die Energiewende nachhaltig zu gestalten.

Der Bund will den in der Energiekrise 2022 verstaatlichten Konzern wieder reprivatisieren. Der Weg - Börsengang oder Verkauf - ist ​offen. Bis zum 12. Juni sollen sich ​Interessenten melden. Die kanadische Investmentgesellschaft CPPIB ​und die EPH-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky dürften Insidern zufolge in das ‌Rennen einsteigen. Interesse hätten auch der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor und der französische Energieriese TotalEnergies Einige Interessenten hätten nur Teile der ​Geschäfte ​im Blick. Hierzu gehörten die ⁠Beteiligungen an Atomkraft- und Wasserkraftwerken in Schweden.

Insider: Enige Interessenten haben nur Teile im Blick

«Der Verkauf an strategische Investoren birgt ‌das Risiko einer Zerschlagung», erklärten die Betriebsräte. Mögliche neue Mehrheitseigentümer könnten sehr schnell Unternehmensteile veräussern, Aktivitäten neu ausrichten ‌oder sich auf einzelne Geschäftsfelder konzentrieren. «Eine Minderheitsbeteiligung des Bundes ​allein bietet keinen verlässlichen Schutz vor solchen Entwicklungen.»

(Reuters)