Bei der Offerte von Bill Ackman werde die Universal Music Group (UMG) ⁠erheblich unterbewertet, teilte der Konzern am Freitag mit. Auch brächte ‌eine Übernahme keine überlegene Wertschöpfung. Das sei ‌nicht im besten ​Interesse von UMG, seinen Aktionären, Künstlern, Songwritern, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern.

Ackman hatte über seine Investmentfirma Pershing Square Anfang April ein unverbindliches Angebot vorgelegt, das um 78 Prozent ‌über dem Aktienkurs der UMG lag. Die UMG ist das grösste der drei Label neben Sony Music ​und Warner Music und hat unter ​anderem Künstler wie Taylor Swift, BTS, ​Billie Eilish oder Rammstein unter Vertrag.

Die Ablehnung war erwartet ‌worden, weil der Chef des UMG-Grossaktionärs Bollore, Cyrille Bollore, das Vorhaben bereits abgelehnt hat. Unter anderem stimme ​der ​Preis bei weitem nicht, hatte ⁠Bollore gesagt. Seine Haltung ist ​entscheidend, weil er direkt ⁠und indirekt über den Medienkonzern Vivendi, den die ‌Familie kontrolliert, insgesamt knapp 32 Prozent an UMG hält. Auch Ackman hatte eingeräumt, ‌ein Geschäft könne ohne die Zustimmung Bollores ​nicht zustande kommen könne.

(Reuters)