Auf dem Arbeitsmarkt drescht man gern auf die junge Generation ein. Sie habe zu hohe Ansprüche, sei nicht belastbar und arbeitsfaul. Ein Spitexdienst im Kanton Zürich schliesst in einem Jobinserat explizit Bewerber der Gen Z aus – also Personen der Jahrgänge von 1995 bis 2010. Umso mehr überrascht eine Untersuchung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV), die Blick exklusiv vorliegt.

Deren Resultat zeigt: Nicht die Vertreter der Gen Z arbeiten am häufigsten freiwillig nur Teilzeit. «Das grösste ungenutzte Arbeitskräftepotenzial durch Lifestyle-Teilzeit liegt bei den über 50-Jährigen. Sie arbeiten am häufigsten in einem reduzierten Pensum, weil sie keine Lust auf Vollzeit haben», sagt SAV-Chefökonom Patrick Chuard-Keller (39) im Gespräch. Seine Analyse beruht auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung.

Ältere bis zu dreimal häufiger in Lifestyle-Teilzeit