Die Bombardements sollten ⁠die iranische Luftabwehr sowie Radaranlagen und Raketenstellungen schwächen, sagten drei mit der Angelegenheit ‌vertraute US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dies erweitere ‌die militärischen Optionen von US-Präsident ​Donald Trump. Einem der Insider zufolge handele es sich um vorbereitende Massnahmen für den Fall, dass die US-Streitkräfte den Befehl für intensivere Einsätze erhielten. Das US-Verteidigungsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte ‌um Stellungnahme.

Trotz schwerer Verluste seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar verfügt der Iran weiter über ein beträchtliches Drohnen- und ​Raketenarsenal. Damit greift das Land unter anderem Tanker ​in der Strasse von Hormus ​an. Um die wichtige Wasserstrasse besser abzusichern, hat das US-Militär einem Reuters-Bericht vom ‌März zufolge Pläne für eine Entsendung von Truppen an die iranische Küste ausgearbeitet. Dabei sei auch der Einsatz von Bodentruppen auf ​der ​Insel Charg diskutiert worden, über ⁠die 90 Prozent der iranischen Ölexporte ​abgewickelt werden. Eine solche ⁠Operation gilt als riskant, da der Iran die Insel vom ‌Festland aus mit Raketen und Drohnen unter Beschuss nehmen könnte. Trump hatte am Dienstag erklärt, er ‌habe das Militär angewiesen, die Ölanlagen auf Charg ​bei bisherigen Angriffen zu verschonen.

(Reuters)