Der amerikanische Dollar lässt seine Muskeln spielen und steigt am Freitagnachmittag zur hiesigen Valuta auf 0,7932 Franken. Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg ‌doppelt ⁠so viele Jobs entstanden als erwartet. Unter dem ⁠Strich wurden 172'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie ‌aus dem am Freitag vorgelegten Bericht ‌der Regierung hervorgeht. ​

Auch gegenüber der Einheitswährung Euro verlor der Franken an Terrain und steht bei 0,9183 Franken. Kurzfristig könnte sich die Frankenschwäche weiter fortsetzen, da die Märkte auf längere Frist einen Leitzins von 0,00 Prozent in der Schweiz einpreisen, während für den Euro zwei Zinssenkungen anstehen dürften. 

In den USA ist die Ausgangslage etwas schwieriger. Der Nahostkonflikt beeinflusst weiterhin den Devisenmarkt, meinte die Zürcher Kantonalbank (ZKB) am Freitag in einem Kommentar. Relativ robuste Konjunkturdaten aus Übersee wirkten den negativen mittel- bis langfristigen Aussichten für den Dollar vorerst entgegen. Gegen Ende des Jahres werde jedoch Zinssenkungen wieder in den Fokus rücken, was den Dollar auf Jahressicht belasten dürfte. Damit dürfte der mittelfristige Abwärtstrend intakt bleiben, so die ZKB. 

Marktteilnehmer werden nun die anstehenden Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank (EZB) am 11. Juni, denjenigen der amerikanischen Notenbank Fed am Mittwoch, 17. Juni, sowie den der hiesigen Währungshüter am 18. Juni genau beobachten. 

(cash)