Trump dürfe China ‌keinen ⁠Zugang zum US-Automarkt gewähren, hiess es in Appellen von Branchenverbänden, Gewerkschaften und ⁠Abgeordneten. Sie warnen davor, dass chinesische Hersteller mit massiver staatlicher Unterstützung, einem Technologievorsprung bei Elektroautos ‌und extrem niedrigen Preisen die heimische Industrie zerstören ‌könnten. Trump hatte im Januar ​erklärt, er fände es grossartig, wenn chinesische Autobauer Werke in den USA errichten und Amerikaner beschäftigen würden. Trump wird diese Woche Gespräche mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Peking führen und wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Demokraten ‌und Republikaner im Kongress treiben parteiübergreifende Gesetzentwürfe voran, um eine Öffnung des Marktes zu verhindern. Der sogenannte Connected Vehicle Security Act soll eine Regelung zum ​Datenschutz festschreiben, die chinesische Fahrzeuge faktisch vom US-Markt ausschliesst. ​Jedes Auto auf amerikanischen Strassen sei ein ​rollendes Datenerfassungsgerät, erklärten die Abgeordneten Debbie Dingell und John Moolenaar. Chinesische Fahrzeuge oder Bauteile ‌dürften kein Teil dieses Systems sein.

Die US-Branche will eine Entwicklung wie in Europa oder Mexiko verhindern, wo chinesische Marken massiv Marktanteile gewonnen haben. Die heimischen ​Hersteller ​gelten angesichts von Durchschnittspreisen für Neuwagen ⁠in den USA von mehr als ​51'000 Dollar als besonders anfällig ⁠für günstigere chinesische Modelle. Ein Elektroauto des chinesischen Herstellers Geely wird in ‌Mexiko beispielsweise für rund 22'700 Dollar angeboten. Dies ist zwar mehr als doppelt so teuer wie auf dem hart umkämpften ‌chinesischen Heimatmarkt, liegt jedoch weit unter dem Preis ​des günstigsten Tesla-Modells in den USA von 38'630 Dollar.

(Reuters)