2020 war kein einfaches Jahr für den Lebensversicherungskonzern Swiss Life. Stummer Zeuge ist der Aktienkursverlauf. Mit einem Minus von 15 Prozent zählte die Aktie in den letzten 12 Monaten zu den Verlierern im Swiss Market Index (SMI).
Das ruft nun die Citigroup auf den Plan. Die US-Investmentbank nimmt die Abdeckung der Swiss-Life-Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 474 Franken auf. Während andere Rivalen im Regen stehen, sieht sie den Lebensversicherer im Regen tanzen.
Citigroup in guter Gesellschaft
Swiss Life habe das Geschäftsmodell erfolgreich mit den historisch tiefen Zinsen in Einklang gebracht, so schreibt die Citigroup. Sie geht davon aus, dass der Jahresgewinn bis Ende 2023 um jährlich 5 Prozent wächst.
Davon dürften auch die Aktionäre etwas haben. Denn die US-Investmentbank geht für das Jahr 2021 von einer Dividende in Höhe von 23,30 Franken je Aktie aus. Das entspräche zu aktuellen Kursen einer attraktiv hohen Rendite von 5,6 Prozent. Darüber hinaus sehen die Amerikaner den Lebensversicherer eigene Aktien zurückkaufen. Erst kürzlich liess dieser durchblicken, dass er das mit 400 Millionen Franken dotierte Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen wird.
Mit ihrer Kaufempfehlung ist die Citigroup übrigens in guter Gesellschaft. Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zufolge raten acht von 13 Banken zum Kauf der dividendenstarken Aktie. Von den US-Grossbanken sind allerdings nur die Citigroup und Merrill Lynch begeistert vom Lebensversicherer. J.P. Morgan stuft die Aktie mit "Neutral" ein, Morgan Stanley gar mit "Underweight".
Darüber, welche der vier Banken mit ihrer Einschätzung richtig liegt, dürfte in den nächsten Wochen nicht zuletzt auch die Nachrichtenlage rund um die Covid-19-Pandemie entscheiden. Schliesslich war letztere es, die den Schweizer Versicherungsaktien im Frühling 2020 ziemlich zusetzte.

