Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in einer zweiten Schätzung mitteilte. In vorläufigen Zahlen war von 2,4 Prozent die Rede gewesen. Zu Jahresbeginn lag der Zuwachs beim BIP bei 2,0 Prozent und damit nur leicht unter der Wachstumsdynamik des zweiten Quartals.

Die US-Notenbank Federal Reserve will die starke Teuerung eindämmen und hat dazu die Zinsen seit Anfang 2022 kräftig erhöht - auf die aktuelle Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Fed-Chef Jerome Powell liess zuletzt die Tür für eine weitere Anhebung offen, ohne sich jedoch festzulegen. Die US-Währungshüter möchten den Preisauftrieb in den Griff bekommen und dabei das Wirtschaftswachstum dämpfen, ohne jedoch die Konjunktur abzuwürgen. Dieses Szenario heisst im Fachjargon der Volkswirte sanfte Landung.

Powell betonte jüngst in einer viel beachteten Rede auf dem Notenbanksymposium in Jackson Hole, die Währungshüter achteten auf Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft möglicherweise nicht wie erwartet abkühle. Bisher habe das BIP-Wachstum in diesem Jahr über den Erwartungen und auch über seinem längerfristigen Trend gelegen. Weitere Hinweise auf ein anhaltend starkes Wachstum könnten Fortschritte im Kampf gegen die Inflation gefährden und eine weitere Straffung der Geldpolitik rechtfertigen.

(Reuters)