Jefferies fordert in einer Analyse von dieser Woche, in der die Aktie von Lindt&Sprüngli mit «Underperform» eingestuft wird, eine realistische Einschätzung des mittelfristigen Wachstums des Schokoladenherstellers. Der zuständige Analyst schreibt, dass der «Kakaoschock» von 2022 bis 2025 zu einem deutlich höheren Markenpreis geführt und diesen vom Massenmarkt-Preisniveau abgekoppelt habe.

Nun sei eine Preisanpassung erforderlich, um das Absatzvolumen wieder anzukurbeln, so Jeffries weiter. Durch niedrigere Preise, höhere Reinvestitionen und einen geringeren operativen Leverage dürften die Margen wieder in Richtung 15 bis 16 Prozent sinken.

Die Prognose für das mittelfristige organische Umsatzwachstum wird von Jefferies infrage gestellt. Das Kursziel für die Lindt-Aktie wird bei 81'660 Franken angesetzt, was fast 20 Prozent unter dem derzeitigen Niveau liegt. Die Aktie wird von Bloomberg-Analysten aktuell mit 5 Kauf-, 9 Halte- und 6 Verkaufsempfehlungen bewertet.

Aktie und Partizipationsschein von Lindt&Sprüngli haben eine monatelange Talfahrt hinter sich. Die Titel sackten dabei auf den tiefsten Stand seit Januar 2023 ab. Investoren befürchten, dass Konsumenten die satten Preiserhöhungen von Lindt in diesem Jahr nicht mehr «mitmachen». Denn normalerweise kann Lindt & Sprüngli höhere Kakaopreise durch Effizienzsteigerungen, Kostenkontrolle und Preissteigerungen abfangen. 

(Bloomberg/cash)