Die Analysten des US-Brokers Jefferies haben den Ruf, dass sie Kursziele verteilen, die deutlich von den aktuellen Notierungen abweichen. Meistens werden aber Änderungen nach oben angepasst. 

So auch im jüngsten Fall: Der zuständige Analyst erhöhte das Kursziel für UBS auf 55 von zuvor 37 Franken und beliess die Einstufung auf «Buy». Der Experte blickt optimistisch auf die Jahreszahlen der UBS, die am 4. Februar veröffentlich werden. 

Im Investmentbanking dürfte die Grossbank im vierten Quartal besser abgeschnitten haben als viele Konkurrenten, schreibt der Analyst, und das Momentum in der Vermögensverwaltung sei vor allem in Asien stark.

Die erwarteten Auswirkungen der geplanten Kapitalreformen auf die harte Kernkapitalquote schätzt Jefferies zudem als «beherrschbar» ein. Dank der sinkenden Integrationskosten in Sachen Credit Suisse dürfte der Gewinn je Aktie bis 2028 um 30 Prozent steigen. Insgesamt zählt die UBS-Aktie für Jefferies im Jahr 2026 zu den bevorzugten Banktiteln.

Die Reaktion der UBS-Aktie ist am Montag an der Börse allerdings eher lauwarm. In einem leicht negativen Gesamtmarkt steigt die US-Aktie um 0,5 Prozent auf 37,30 Franken - ein Hinweis darauf, dass der Gesamtmarkt den Titel derzeit als ausgereizt ansieht. Nach einem starken Lauf von Anfang Dezember bis Anfang Januar stieg der Titel auf über 38 Franken, seither zeigt der Kursverlauf seitwärts bis leicht abwärts.

Allerdings könnte die Aktie weitere «Upgrades» erhalten. Das durchschnittliche Kursziel der UBS-Aktie ist bei den bei Bloomberg erfassten Analysten nach etlichen positiven Anpassungen zudem auf 47 Franken gestiegen. Das Kursziel des Jefferies-Analysten ist dabei das höchste. 

Daniel Hügli
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