Die Aktie von Kühne+Nagel gewinnt am Mittwoch 2,44 Prozent und kostet neu 178,45 Franken. Der US-Broker Jefferies erhöhte das Anlagerating für den Schweizer Logistiker auf «Kaufen» von zuvor «Halten». Das Kursziel wurde auf 220 Franken von zuvor 190 Franken angehoben – das wäre der höchste Stand seit Mitte Oktober 2024. 

Kühne+Nagel musste in den letzten Jahren gegen viele Widrigkeiten und Krisen ankämpfen, so die US-Handelspolitik oder zuletzt der Iran-Krieg. Die Aktie hat sich seit dem Höchststand Mitte 2021 im Wert halbiert. Im letzten Oktober fiel sie auf den tiefsten Stand seit über fünf Jahren. 

Jefferies geht jedoch davon aus, dass Kühne+Nagel wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren kann, nachdem die Frachtraten im vergangenen Jahr zurückgegangen waren. Zudem sollte sich auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz auszahlen.

Geplant sind Einsparungen von 200 Millionen Franken, die Hälfte davon in diesem Jahr. 2000 von rund 80'000 Stellen werden abgebaut. Der Logistikkonzern musste im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Die Markterwartungen wurden aber übertroffen.

Kühne+Nagel rechnet im zweiten Quartal 2026 mit einer stabilen Entwicklung der Frachtvolumen, auch wenn die Krise im Nahen Osten das Seefracht-Geschäft in dieser Region weiterhin belastet. Der Handel in anderen Weltregionen werde die Rückgänge im Nahen Osten aber auffangen, erklärte CEO Stefan Paul vor zwei Wochen.

Nicht alle Analysehäuser sind für die Aktie von Kühne+Nagel so optimistisch wie Jefferies. Das durchschnittliche Kursziel der bei Bloomberg erfassten Analysten beträgt 185 Franken.

(cash)